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Im Sommer 1968 fanden sich unter der Regie von Ludwig Ochsenkühn in Untermässing 11 junge Burschen zusammen, die hin und wieder Freundschaftsspiele gegen Nachbarortschaften austrugen. Erinnern können sich vielleicht noch ein paar Untermässinger an zwei Spiele dieser Mannschaft gegen die Senioren des "alten" Sportvereins, der Spielvereinigung Untermässing. Nach diesen Spielen fand abends im Gasthaus Sammiller immer ein Tanz statt. Sehr bald reifte dann auch die Idee, wieder einen Fußballverein zu gründen. Jedoch schlug der erste Versuch im Gasthaus Sammiller am 13. Juli 1968 fehl. Zwei Wochen später traf man sich erneut; diesmal im Gasthaus Eberle im Weiler. So wurde am Samstag, 27. Juli 1968, von den 27 Anwesenden unser Verein aus der Taufe gehoben.

Die erste Vorstandschaft setzte sich zusammen aus:

  • 1. Vorsitzender: Michael Achinger
  • 2. Vorsitzender: Hans Benz
  • Schriftführer: Fritz Braun
  • Kassier: Otto Schmidt
  • Spielleiter: Georg Schäfer/Ludwig Ochsenkühn
  • Chronist: Ludwig Ochsenkühn
  • Präses: Pfarrer Schielein

Zwar waren auf der Gründungsversammlung nur Untermässinger anwesend, doch schon sehr bald gesellten sich auch Auswärtige zu diesem Verein. So traten in den ersten Monaten Landerzhofener, Herrnsberger, Röckenhofener, Höbinger und Hausener in den Verein ein. Diese Offenheit für Auswärtige hat sich der Verein während seiner ganzen Geschichte bewahrt.

Nach der Vereinsgründung fehlte es praktisch an allem. Das Einzige, was vorhanden war, war der Sportplatz hinter der Kirche, der im Jahre 1951 vom damaligen Sportverein unter der Leitung von Pfarrer Bauer hergerichtet worden war. Noch nicht einmal eine Umkleidekabine stand. Die auswärtigen Mannschaften zogen sich anfangs in der Poststelle im Gasthaus Sammiller um. Später konnten sie dank des Entgegenkommens des Pfarrers das Jugendheim benützen.

Im Spieljahr 68/69 konnte der Verein noch nicht an der Punkterunde teilnehmen. Auf der Suche nach Gegnern schrieb Spielleiter Ludwig Ochsenkühn jeweils die spielfreien Vereine an und so konnte fast jeden Sonntag ein Spiel ausgetragen werden. Den ersten Vorgeschmack auf die zukünftigen Gegner in der C-Klasse bekam die Mannschaft dabei gegen Mörsdorf, wogegen man glatt mit 0 : 3 verlor. Ein besonderes Ereignis war die Teilnahme am Pfingstpokalturnier in Offenbau. Hierbei wurde ein beachtlicher zweiter Platz erreicht. Nach dieser langen Vorbereitungszeit griff Untermässing im Spieljahr 69/70 in das Spielgeschehen der C-Klasse Schwabach ein.

Auch eine Jugendmannschaft spielte bereits in der Runde mit.

Neben dem Rundenbetrieb wurde an Pokalturnieren in Meckenhausen und Obermässing teilgenommen. Weiter wurde in diesem Jahr fleißig an der Errichtung eines ersten Sportheimes gearbeitet. Der Beton für die Grundplatte konnte günstig bezogen werden. Herr Gregor Braun, der Motor des alten Vereins Spielvereinigung Untermässing, vermittelte der DJK eine Baracke in Nürnberg, die abgebrochen werden sollte. In einer großen Gemeinschaftsaktion fuhren die Untermässinger an einem Samstag nach Nürnberg, brachen das Haus ab und verluden die Teile auf den Lastwagen eines befreundeten Fuhrunternehmers. In den nächsten Wochen wurde das Sportheim an Rande des alten Platzes aufgerichtet. Am 5. Juli 1970 konnte dieses beim ersten Pokalturnier der DJK-Untermässing bezogen werden.

Wurde Untermässing in dieser ersten Saison noch als zuverlässiger Punktelieferant bezeichnet, so änderte sich dies im Spieljahr 70/71 ganz gewaltig. Diesmal war Untermässing in der Vorrunde die große Überraschung der Saison. Leider ließ dieser Erfolg in der Rückrunde nach und so mußte man sich zum Abschluß mit einem Platz im 2. Drittel der C-Klasse Schwabach begnügen.

Diese Saison brachte auch die Auflösung dieses Kreises mit sich und so spielt Untermässing seither im Fußballkreis Neumarkt. Anscheinend lag dieser Kreis der Mannschaft, denn am 31. Oktober 1971 konnte sie sich ungeschlagener Herbstmeister nennen. Jede Serie geht einmal zu Ende. Dies zeigte sich am 26. März, dem viertletzten Spieltag. Hier wurde Untermässing zum ersten Mal in der Saison geschlagen. Nur noch einmal verlor diese Spitzenmannschaft in dieser Runde und zwar ausgerechnet am letzten Spieltag. So lagen nun Eysölden und die DJK Untermässing im 3. Jahr ihres Bestehens punktgleich an der Spitze. Bei dem nun notwendig gewordenen Entscheidungsspiel war Fortuna den Untermässingern nicht gut gesonnen, und so mußte man den direkten Aufstieg den Eysöldenern überlassen. Auch in einem weiteren Entscheidungsspiel gegen Mühlhausen mußte sich die DJK, diesmal nach Verlängerung, geschlagen geben.

Zu welchen Leistungen die Untermässinger fähig sind, zeigte sich im Juli in Greding, als sie den Titel des 1. Stadtmeisters von Greding holten. Noch einmal schlug die Untermässinger Formation in diesem Monat zu, als sie im DFB-Pokal den A-Klassisten Freystadt aus dem Rennen schmiß. Nach dieser erfolgreichen Saison konnte Untermässing für die Spielsaison 72/73 ein Schülermannschaft anmelden, so daß seit diesem Zeitpunkt vier Mannschaften für Untermässing spielen.

In den nächsten Jahren blieb den Senioren der große Erfolg in der Runde versagt. Sie nahmen zum Abschluß meist einen Platz in der Tabellenmitte ein. Dagegen sieht das Bild bei den Pokalturnieren völlig anders aus. Allein bis 1978 gelang es der DJK noch dreimal, den Gredinger Stadtpokal mit nach Hause zu nehmen.

Von den beiden Nachwuchsmannschaften erfreuten im Spieljahr 1974/75 vor allem die Schüler. Aufgrund des Tabellenplatzes wären sie sogar zum Aufstieg in die Kreisklasse Neumarkt berechtigt gewesen, doch man verzichtete wegen Nachwuchssorgen. Eben das gleiche Problem hatte in diesem Jahr auch schon die Jugend gehabt. So ging man für ein Jahr ein Spielgemeinschaft mit der benachbarten DJK Herrnsberg ein. Diese Mannschaft holte sich für 1975 den Stadtmeistertitel.

Ein erster Rückblick auf die Vereinsgeschichte fand am 29. und 30. Juli 1978 statt. Die DJK Untermässing bestand nun 10 Jahre, gleichzeitig konnte man auf das 30-jährige Gründungsjubiläum des Vorgängers SV Untermässing zurückblicken. Am Samstag wurde in kleinem Kreis gefeiert; am Sonntag waren die Nachbarvereine eingeladen, und es wurden Freundschaftsspiele ausgetragen.

Zwei Wochen nach diesem Jubiläum erkämpfte die 1. Mannschaft zum vierten Male die Stadtmeisterschaft. Nach diesem Fest wurde das folgende Spieljahr 1978/79 die Saison des Nachwuchses. Beide Mannschaften waren in ihren Erfolgen nicht zu bremsen. Nach einem einmaligen Start - die Jugend gab in den ersten fünf, die Schüler gar in der ersten zehn Spielen keinen einzigen Punkt ab - lagen zum Vorrundenende beide Mannschaften an der Tabellenspitze.